Tat`s me

Guten Morgen

Hallo zusammen
Ihr, die ihr das lest, kommt in den Genuss meines ersten eigenen Blogs, der natürlich ganz ganz toll werden soll.
Ich habe wenig Ahnung von Technik und werde mich deshalb auch erst mal hier zurecht finden müssen.
Ich werde mich bemühen, das Ganze ansprechend zu gestalten und regelmäsig zu posten.
Und natürlich, meine Ziele zu verfolgen.

Ziele………
zusammenfassend: Unglücklich war ich lange genug, jetzt ist es Zeit, glücklich zu werden.
Zwischendurch gab es immer wider ein Ungleichgewicht in meinem Gesundheits-Krankheitskontinuum, vor allem in psychischer Hinsicht.
Mein Körper ist gesund. Und das, obwohl ich ihn schon ziemlich gequält habe. Danke, Körper, ich will in Zukunft auch lieb zu dir sein.
Gegen was sollte/muss ich nun also ankämpfen?
Ich habe eine kleine Latte von Diagnosen gesammelt, einige treffen mehr zu, andere weniger.
Unter der einen leide ich mehr, unter der anderen weniger.
Außerdem besteht das Leben nicht nur aus Diagnosen, sondern auch aus anderen Freuden und Wiedrigkeiten. Kein Leben ist perfekt. Muss es nicht sein und wird es nicht sein.
Aber ich will, dass meines gut ist und arbeite deshalb daran. Und vielleicht mag ja jemand zuschauen oder vielleicht kann ich ja sogar andere mit meiner (Erfolgs-?)Geschichte ermutigen, ihre eigene zu schreiben.
Denn mein Leben ist das, was ich daraus mache und deines das, was du daraus machst.

Dinge, um die ich mich bemühe:
- ausgewogene Ernährung
- gesundes Maß an sportlicher Betätigung+ Laufzeiten verbessern und im Sommer einen Halbmarathon laufen (und dabei möglichst wenig abstinken)
- Regelmäßigkeiten und Rituale
- Hobby`s ausüben
- einen Körper bekommen, in dem ich mich wohl fühle
- dabei meinen Liebsten nicht vergraulen
- den Therminplaner, den ich seit Anfang Januar habe, tatsächlich einsetzen
- besser mit Geld umgehen
- Selbstbewustsein stärken und für mich einstehen können

Dinge, die noch bekämpft werden müssen:
- Bulimie (sowie alle anderen Symptome eines essgestöhrten Verhaltens inklusieve Binge eating-Attacken, Anorektischer Phasen, Dysmorphophobischer Anwandlungen, Sportbulimie, Körperschemastörungen und Diätsünden, die mich wiederum zu oben genannten Dingen triggern)
- Gewicht!!!!
(ich bin mir des Paradoxons bewusst. Fakt ist aber, dass ich tatsächlich am der oberen Grenze des Normalgewichtes befinde und mich so nicht wohl fühle. Bis zum Untergewicht habe ich noch gut 20 Kilo Spielraum. Hätte ich bereits 5 Kinder gebohren, wäre mein Gewicht ok.
Aber ich bin jung, gesund, geburtenlos und zuckersüchtig.
- Borderlinestöhrung:
>Das mit dem selbstverletzenden Verhalten habe ich glücklicherweise, soweit, hinter mir. Jetzt muss ich es noch schaffen, mich auch anders nicht selbst zu bestrafen. Das tut die Welt an sich schließlich oft und hart genug.
>Ich bin schon deutlich unabhängiger von Anderen, als ich es früher war. Ich bin nicht immer schuld, wenn ich es jemandem nicht recht machen kann und es bin nicht immer ich die, die alles falsch macht. Manchmal muss man einfach akzeptieren können, dass man es gerade mit einem Deppen zu tun hat, der sich eben NICHT fair verhält. Vielleicht ist er einfach ungefickt, vielleicht hat er schlechte Erfahrungen gemacht. So lange ich mich korrekt verhalten habe, muss ich mir deshalb keine Vorwürfe mache.
>Angst davor, dass mich keiner mag: War lange Zeit so, oder zumindest konnten die Menschen, die es hätten sollen, es mir nicht zeigen. Dumme Sache. Die Welt ist ungerecht. Ich kann mir Zwar Narben übertätowieren lassen, aber weg gehen sie einfach nicht. Was zählt ist, damit jetzt zurecht zu kommen. Jetzt habe ich Freunde und eine tolle Beziehung. Manchmal muss ich mir das in Erinnerung rufen und neu realisieren.
Und wenn mir jemand ein Treffen absagt, heißt es nicht, dass er nichts mehr mit mir zu tun haben will, sondern, dass er einfach gerade keine Zeit hat oder seine Ruhe braucht.
-Depression: Mittlerweile bin ich gut auf 2 verschiedene Antidepressiva eingestellt. Ich spüre keine Nebenwirkungen mehr und meine Stimmung ist „normaler“. Ich habe nicht mehr meine dauernde Grundtraurigkeit und will nicht mehr sterben, zumindest nicht allzu bald.
Ich bin trotzdem noch schwingungsfähig, ich kann auch adäquat traurig sein, ich bin aber auch adäquat fröhlich, was früher nicht so war.
Nebenher bin ich noch immer in Psychotherapie, ein mal pro Woche darf ich den kleinen Psycho mit allen zweifeln und aller Verbitterung raus holen, was dafür sorgt, dass er nicht in mir weiter tobt.